Wer ahnt das schon? Das Wort „Machen“ geht zurück auf die indogermanische Wurzel „mag“ – die rein gar nichts mit „mögen“ und persönlichen Präferenzen zu tun hat. „Mag-„ bedeutete „kneten, streichen und formen“ – und zwar keine Kinderknete, sondern Lehm wovon es in Berg-am-Laim traditionell viel gab und gibt.

Im Frühmittelalter kneteten die Menschen den Lehm – und verstrichen ihn auf Bastwerk für die eigenen vier Wände. Ein paar Jahrhunderte später: Lehm ist immer noch der Stoff für schicke Residenzen, nur wird er nicht mehr geknetet, sondern gebrannt. Lehm als Lehmziegel ist Exportschlager, ultimativer Baustoff, Eckstein großer Unternehmungen – und was wurde aus „mag-„?

Aus der ursprünglichen Bedeutung des „Knetens“ und „Bauens“ entwickelte sich die Bedeutung des „Herstellens“, „Errichtens“ und „Bewerkstelligens“ – alles Variationen des modernen Machens, das in der Macherei eine moderne Heimat findet.

Ursprung allen Machens Berg am Laim Lehm
Ursprung allen Machens Berg am Laim Lehm