Da gibt es dieses Gefühl, das wahrscheinlich jeder kennt, der versucht etwas zu machen. Dieser kleine, fiese Dämon, der auf der Schulter, unter dem Schreibtisch oder direkt neben der Kaffeetasse hockt und hämisch sagt: „Das willst du jetzt also wirklichen machen? Ist das nicht vielleicht ein bisschen viel, das du dir da vorgenommen hast?“ „Ach, hallo Zweifel, du auch wieder hier?“

Tja, was soll ich sagen, wohl kaum jemand hat diese Bekanntschaft noch nicht gemacht oder kennt ein zuverlässiges Mittel ihr aus dem Weg zu gehen. So bleibt also nur der tägliche Nahkampf gegen Schweinehund und Co. Und gegen die gewinnt meines Wissens nach nur eine einzige Strategie: Einfach machen! Friedrich Schiller sagte: „Kein Tag ohne eine Zeile!“ Dieses Motto gilt nicht nur für klassizistische Dichter, wäre er heute Manager, Wissenschaftler oder Politiker, könnte er auch sagen: „Kein Tag ohne einen wichtigen Anruf.“ „Kein Tag ohne eine neue Idee“ oder „Kein Tag ohne einen Schritt nach vorne.“ Steter Tropfen höhlt – und so weiter und so fort.

Das ist der Aufruf an alle, die etwas vorhaben: Arsch hochkriegen, auch wenn er einem angesichts der anstehenden Arbeit manchmal auf Grundeis geht. Genug prokrastiniert und Luftlöcher gestarrt, denn die Lösung kann von vielen Orten kommen – aus dem Nichts kommt sie leider selten. Also, Ärmel hochkrempeln und einfach machen!