Matthias Hollwich, Gründer und Geschäftsführer des Architekturbüros HWKN Architecture in New York im Interview über Die Macherei und ihre neuen Arbeitswelten.

Matthias Hollwich, was ist für Sie das Besondere am Macherei-Entwurf?

Hat man Die Macherei einmal gesehen, vergisst man sie nie wieder. Es ist so: Viele Architekten können schöne Gebäude entwerfen. Wir aber haben eine Umgebung entworfen, die Emotionen erweckt, eine direkte Verbindung zu diesem Ort entfacht.

Warum ist eine solch starke Verbundenheit mit dem Arbeitsplatz denn wünschenswert?

Bedenkt man, wie viel Zeit wir alle auf der Arbeit verbringen, wird deutlich, dass der Arbeitsplatz heute viel mehr bieten muss als nur ein Arbeitsumfeld. Wir müssen uns fragen: Wo wollen sich die Leute aufhalten, was macht Mitarbeiter produktiv und was braucht man, um glücklich bei der Arbeit zu sein? Einige Menschen fühlen sich zuhause am wohlsten, andere beim Sport oder draußen in den Bergen! All das haben wir als Inspiration in unseren Entwurf aufgenommen.

Wie viel New Space ist denn Die Macherei?

Die Anforderungen an neue Arbeitswelten sind oft so radikal, dass die meiste Architektur da gar nicht mithalten kann. Denn dieser Wandel kam erst in den letzten zehn Jahren. Die Macherei ist nicht nur jetzt „New Work Ready“, sie bietet auch eine große Balance an Raumangeboten, die noch in 20 bis 30 Jahren aktuell sein wird. Denn New Space heißt auch, dass aktuelle Standards ständig über den Haufen geworfen und Alternativen erarbeitet werden müssen. Mit der variablen Innenstruktur Der Macherei geht das leicht. Hier haben wir in die Zukunft vorgedacht und Flächen gestaltet, die jedem alles ermöglichen.