Die Macherei ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Eine große Besonderheit ist die Kooperation von drei Architekturbüros, die im Zuge des freiwillig ausgelobten, internationalen Architekturwettbewerbs entstanden ist. Für die Entwicklung eines urbanen und belebten Quartiers in Berg am Laim haben die drei Architekten ihr Expertenwissen in Sachen neuer Arbeitswelten, Münchens Nachbarschaft und architektonischer Vielseitigkeit gemeinsam in das Projekt eingebracht. Wer sind diese Architekten und was ist ihre Vision?

HWKN Architecture: M3, M4 und M5

Als Wettbewerbssieger ist das New Yorker Architekturbüro verantwortlich für die Realisierung des Design-Hotels sowie der beiden angrenzenden Bürogebäude auf dem östlichen Quartiersgrundstück. Highlight des Design-Hotels ist die gefaltete Fassade, die auf der Berg-am-Laim-Straße schon von Weitem zu erkennen ist. Auf dem Dach des Gebäudes entsteht eine Panoramabar mit Alpenblick und im angrenzenden Bürogebäude ist ein zweistöckiges Fitnessstudio integriert. Mit der dynamischen Fassadensprache bringt das Büro New Yorker Flair in das Projekt. Der Entwurf konzentriert sich auch auf den Raum zwischen den Gebäuden. Dieser schafft vielfältige städtische Qualitäten und steigert die Lebensqualität von Anliegern und Besuchern gleichermaßen.

holger meyer architektur: M1 und M2

Der Entwurf von holger meyer architektur für zwei Gebäude mit Loft-Büros und Einzelhandelsflächen steht für eine funktionale und flexible Architektursprache mit einer starken Ensemblewirkung entlang der Berg-am-Laim-Straße. Ein vielschichtiger Materialkanon verleiht jedem Haus große Eigenständigkeit und erinnert an Loft- und Industriebauten der Gründerzeit. Das „Nachtkastl“, wie der Entwurf wegen seiner Fassade und der auf Stützen ruhenden Architektur liebevoll genannt wird, verbindet zwei Baukörper miteinander und ist auch deshalb ein identitätsstiftendes Merkmal Der Macherei.

OSA Ochs Schmidhuber Architekten: M6 – der Inkubator

Die Münchner OSA Ochs Schmidhuber Architekten konzipieren mit dem gut 16.000 Quadratmeter großen Inkubator das Herzstück des Ensembles. Ihr Entwurf schafft mit einer Ziegelsteinfassade, die an die früheren Ziegelbrennereien im Quartier erinnert, und der aufgesetzten Stahl- und Glasarchitektur eine Verbindung aus Historie und Zukunft. Im Inneren des Gebäudes, das Coworking-Space und Konferenzräume beheimatet, sind Loft-Büros mit freiliegenden, industriell anmutenden Leitungssystemen geplant. Am zentralen Platz wird zudem ein großzügiger Gastronomiebereich mit Freifläche entstehen.